Category Archives: Veranstaltungen

18:30h | Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen (Veranstaltung zur Ausstellung mit Birgit Mair)

Description: Die Wanderausstellung “Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen” wurde im November 2013 in Nürnberg eröffnet und bisher mehr als 130 Mal bundesweit gezeigt. Birgit Mair hat als ozialwissenschaftlerin und Rechtsextremismus-Expertin diese Ausstellung in den Jahren 2012 und 2013 erstellt, und begleitet weiterhin den NSU- Prozess in München kritisch. Bei dem Eröffnungsvortrag setzt sie sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander.
Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien der zehn Mordopfer dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.
Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Siempre Antifascista Festival Göttingen statt.
Start Time: 18:30
Date: 2017-10-06

19h | G20 und die Folgen – Zwischen rebellischer Hoffnung und Grüßen aus der autoritären Zukunft? (Podiusmdiskussion)

Description: Der Rosa Luxemburg Club lädt ein:
Drei Monate nach dem G20-Gipfel wird es Zeit für eine politische Bilanz.
Die mit einer diffamierenden Hetze gegen die gesamte politische Linke
verbundenen Diskussionen um die Ausschreitungen im Schanzenviertel, die
Polizeistrategie und die zu ziehenden personellen, politischen und
juristischen Konsequenzen sind abgeklungen. Gleichzeitig sieht sich die
politische Linke konkreten Repressionsmaßnahmen ausgesetzt, deren
vorläufigen Höhepunkt das Verbot der linken Internetplattform
„linksunten.indymedia“ darstellt.

Gemeinsam mit der Basisdemokratischen Linken Göttingen und der Redical M
wollen wir einen Rückblick auf den Gipfel, die Proteste und die Folgen
werfen und eine politische Bilanz ziehen: Welche Kritik ist an den G20
zu formulieren? Wie sind der Gipfel und seine mediale Besprechung
einzuschätzen? Welches Fazit kann hinsichtlich des Verlaufs der
Proteste, des repressiven polizeilichen Handelns und der Beschneidung
bürgerlicher Rechte gezogen werden? Wie politisch war der Krawall? Wie
erklären sich die Hysterie und die Hetze gegen die (radikale) Linke? Wie
sind die bisherigen politischen, juristischen und diskursiven Folgen zu
bewerten? Vermittelt Hamburg eine rebellische Hoffnung, oder vielmehr
einen Gruß aus der autoritären Zukunft?

Referent_innen:

Die Basisdemokratische Linke ist Teil der bundesweit organisierten
Interventionistische Linke, die Redical M Teil des “ums Ganze!” Bündnis.
Die Interventionistische Linke und das “…ums Ganze!”-Bündnis
beteiligten sich mit verschiedenen Aktionen maßgeblich an den Protesten
gegen den G20-Gipfel
Start Time: 19:00
Date: 2017-10-05

18h | Fokus Kongo: Zwischen Ausplünderung, Überleben und sozialen Kämpfen für ein besseres Leben (mit Victor Nzuzi, DR Kongo)

Description: Veranstaltung mit Victor Nzuzi (Bauer, Mitglied von Via Campesina und Globalisierungskritiker aus der Demokratischen Republik Kongo)

Spätestens seit Geflüchtete und Migrant_innen im Sommer 2015 das europäische Grenzregime vorübergehend aus den Angeln gehoben haben, ist seitens der EU-Regierungen viel von “Fluchtursachen” die Rede. Diese müssten durch milliardenschwere Entwicklungsprogramme “bekämpft” werden, nur so sei verhinderbar, dass weitere Menschen Richtung Europa aufbrechen würden. Das klingt plausibel, allerdings werden die Ursachen für die desaströsen Verhältnisse im globalen Süden meist ausgeblendet, und auch bleibt die Frage unbeantwortet, welche Art von Entwicklung überhaupt gefördert werden soll.

Was das konkret heißt, wird Victor Nzuzi am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo zeigen. Das Land (das ungefähr sechsmal so groß ist wie Deutschland) gehört zwar nicht zu den Hauptherkunftsländern von Geflüchteten, steht aber stellvertretend für die grundlegende Krise in zahlreichen afrikanischen Ländern: Einerseits ist die Demokratische Republik Kongo extrem reich, unter anderem an mineralischen Rohstoffen, an Wasserressourcen und an fruchtbaren Ackerflächen. Andererseits ist die Bevölkerung von extremer Armut betroffen, 88 Prozent der Menschen stehen weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung. Hintergrund ist eine bis in die Sklaverei und den Kolonialismus zurückreichende Geschichte von Ausplünderung, Gewalt und Ressourcenkriegen.

Victor Nzuzi wird in seinem Beitrag vor allem auf die gegenwärtige Situation eingehen, nicht zuletzt auf die Zerstörung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen – ob durch Landraub, Dumping-Importe oder gewaltätige Konflikte um Rohstoffe. Gleichzeitig wird er über die alltäglichen Kämpfe unterschiedlicher sozialer Bewegungen im Kongo berichten – nicht zuletzt über Landkämpfe von Kleinbauern und -bäuerinnen.

++++++++++++++++++

Victor Nzuzi ist einer der bekanntesten Globalisierungskritiker_innen in der Demokratischen Republik Kongo. Er ist Erdnussbauer und als Mitglied von Via Campesina vor allem in kleinbäuerlichen Kämpfen aktiv. Er hat eine eigene Radiosendung, zudem ist er regelmäßig an Film- und Fernsehproduktionen beteiligt, bei denen es um Korruption, Verschuldung, Klimawandel, Migration etc. geht. 2008 war Victor Nzuzi beim Klima-/Migrationscamp in Hamburg dabei und 2011 hat er an der Bamako-Dakar-Karawane teilgenommen, aus der das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact hervorgegangen ist.
Start Time: 18:00
Date: 2017-10-01

16:30h | Gründungstreffen der Robin Wood Regionalgruppe Göttingen

Description: Wir leben in einer Welt der Profitmaximierung und Gewinngier. Das Ergebnis ist schon seit langem eine wachsende soziale Ungerechtigkeit und der systematische Raubbau an unserem Planeten.
Umweltzerstörung ist kein Unfall, sondern logisches Ergebnis unseres Wirtschaftssystems und sie fördert die Entstehung von Armut, Hunger, Krieg und Flucht.
Um für den Schutz von Natur und Umwelt einzutreten, wollen wir uns organisieren und gemeinsam aktiv werden. Wir wollen in Göttingen eine ROBIN WOOD Regionalgruppe gründen und mit direkten Aktionen konsequent auf drängende Umweltprobleme aufmerksam machen.
ROBIN WOOD ist eine gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt, gleichzeitig Graswurzelbewegung und Umweltverband. Zusammen mit anderen Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen wollen wir die Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlagen stoppen.
Bekannt ist ROBIN WOOD vor allem für direkte Aktionen: Aktive seilen sich mit Transparenten an den Fassaden von Konzernen und Behörden ab, besetzen Bäume, die für unsinnige Großprojekte gefällt werden sollen oder stellen sich Kohle- und Atomtransporten entschieden in den Weg. Zu unserem Repertoire gehören aber auch Infostände, Informationsveranstaltungen und Bildungsarbeit an Schulen. Jede Aktion ist aber nur möglich, weil auch im Hintergrund viele ihren Beitrag leisten.
Bei ROBIN WOOD können wir gemeinsam viel erreichen. Wir arbeiten basisdemokratisch und setzen auf ständigen Austausch innerhalb und zwischen den Regionalgruppen um bundesweit Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Wenn du Lust hast, selbst mitzuwirken, dann schau doch einfach bei der Gründung der Göttinger Regionalgruppe vorbei: Wir freuen uns auf alle Interessent*innen!

Date: 2017-09-19

19:30h | Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute (mit Stimmen aus Thessaloniki und Belgrad)

Description: Im Rahmen der transnationalen Aktionstage We’ll come United gibt es eine Veranstaltungsrundreise zu Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute.

Mit und von zwei Gästen aus Thessaloniki Griechenland (Gruppe Clandestina) und aus Belgrad Serbien (ehem. no border serbia) werden in
acht Städten in Deutschland Veranstaltungen gemacht. Am 16.09. sind diese pünktlich zum Carnival in Berlin. Sie berichten über die aktuelle
Situation und vermitteln uns ihre Einschätzungen der Entwicklungen der letzten Jahre.

In unserem Aufruf zu We’ll come United haben wir uns auf die Ereignisse von 2015 bezogen, den March of Hope und die vielen Formen von
Solidarität und Protest und Widerstand die damals entstanden sind. Daran wollen wir anknüpfen – “Die Erinnerung ist aktueller denn je”. Die
Veranstaltungen sollen ein Rahmen geben für Austausch und Diskussion über solidarischen transnationalen Aktivismus. Die alltäglichen Kämpfe
in unseren Gruppen und Netzwerken, die wir am 16. September auf den Straßen in Berlin sichtbar machen wollen, sind eng verknüpft mit den
Kämpfen an den Grenzen und im Transit.
Start Time: 19:30
Date: 2017-09-12

Flyer Veranstaltungs-Rundreise

14-20h | Aktionstraining Ende Gelände

Dieses Jahr trifft sich vom 18. bis zum 29. August die europäische Klimabewegung im Rheinland und protestiert mit Aktionen wie dem *massenhaftem zivilen Ungehorsam von Ende Gelände,* *Sitzblockaden von Kohle erSetzen* und *Kleingruppenaktionen von Zucker im Tank* für einen konsequenten Kohleausstieg und alternative Wirtschafts- und Lebenskonzepte die mit dem aktuellen System brechen.

Zur Vorbereitung auf diese Aktionen richtet die Ende Gelände Ortsgruppe Göttingen zusammen mit Skills for Action *am Freitag den 11. August von 14 Uhr bis 20 Uhr in der OM10 in Göttingen* *(Obere Maschstraße 10) *ein Aktionstraining aus.

Programm:
– Organisation und Kommunikation in und zwischen Bezugsgruppen**
– Durchfließen von Polizeiketten/ Finger – Taktik**
– Blockadetechniken **
– rechtliche Konsequenzen von zivilem Ungehorsam und Blockaden**
– Motivationen und Ziele**
– Ängste und Befürchtungen**
Es ist wirklich sinnvoll pünktlich zu kommen und bis zum Ende zu bleiben.

Systemwandel statt Klimawandel!
Ende Gelände Göttingen

Kontakt: ende-gelaende-mobi-goettingen@posteo.de

Kämpfen gegen Abschiebung (mit Bewohner_innen der Flüchtlingsunterkunft Ickerweg/Osnabrück)

Description: Bereits zwei mal in diesem Frühjahr haben die Bewohner_innen des Flüchtlingslagers Ickerweg in Osnabrück gemeinsam Abschiebungen aus der Unterkunft verhindert. Durch Blockaden der Zufahrt zur Unterkunft und lautstarken kollektiven Protest konnten sie die Polizei und die Ausländerbehörde daran hindern ihre Mitbewohner_innen abzuschieben.
Videos und Texte dazu, das meiste allerdings auf deutsch: http://nolageros.blogsport.eu/
Wir haben einige der Bewohner_innen eingeladen. Sie werden uns von ihren Erfahrungen berichten. Anschließend wollen wir zusammen ins Gespräch kommen und überlegen, wie wir in Göttingen weiter kämpfen und Abschiebungen verhindern können.
Anschließend wird es Essen und Trinken, und Zeit zum Austausch geben.
Bis dahin und wir freuen uns auf euer Kommen, Bündnis gegen Abschiebung
Start Time: 17:00
Date: 2017-08-12

Öffentliche Kathak-Tanz-Aufführung

Als Abschluss des Tanzprojektes „ Erzähl Deine Geschichte“ laden wir zu einer öffentlichen Aufführung am 19. Juli ab 19 Uhr in die OM10 ein.

In 9 Tageseinheiten haben unter der Leitung der Kathak-Tanzlehrerin Ghazal Ramzani geflüchtete Mädchen aus Göttingen die Grundlagen des traditionellen nordindischen und pakistanischen Tanzes kennengelernt. Mit dem Kathak werden zu rhytmischer musikalischer Begleitung Geschichten und Lieder getanzt. Continue reading Öffentliche Kathak-Tanz-Aufführung

/Mädchen-tanz-workshop/**- **/tanz deine eigene Geschichte/*

Ein Kathak-Tanzprojekt für geflüchtete Mädchen im Alter von 6-18 Jahren

Mit dem Tanzprojekt „Erzähl Deine Geschichte“ schaffen wir für geflüchtete Mädchen in Göttingen ein Ferienangebot, in dem mit den Mitteln des Kathak-Tanzes eigenen Lebenserfahrungen ein künstlerischer und körperbezogener Ausdruck gegeben werden. Das Projekt wird von der Kathak-Tänzerin Ghazal Ramzani angeleitet.

Im Rahmen des Projekts, in dem die Teilnehmerinnen die Grundelemente des nordindischen und pakistanischen Kathak-Tanzes spielerisch erlernen, werden sich die Mädchen auch über ihre Flucht- und Migrationsgeschichten austauschen und diese in tänzerische Szenen übertragen. Die Mädchen erlernen die im Kathak-Tanz gebrauchten Grundemotionen durch Mimik und Gestik auszudrücken. Ghazal Ramzani wird in 9 Tageseinheiten mit den Mädchen kleine Tanzszenen erarbeiten und diese dann mit musikalischer Begleitung zur Aufführung bringen.

Termine: 1., 2., 3. Juli, 6., 7., 8. Juli, und 10. 11. 12. Juli jeweils von 10 – 14 Uhr

Ort: Veranstaltungssaal der OM10

Das Projekt wird in Zusammenarbeit zwischen den Falken Göttingen, Our House e.V und Kore e.V. durchgeführt