Date: 2016-02-28
Location: OM10
Description: einfach jazz spielen Swing, Latin, Balladen irgendwo zwischen Gartenparty und Club-Lounge (voc/p/g/b/dr).
Für das vegane und vegetarische Buffet sollen alle etwas mitbringen.
Das wird schön!
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Jüngste Soli-Erklärungen
In der letzten Woche erreichten uns nach dem ablehnenden Statement aus dem DGB viele Soli-Statements und Unterstützungserklärungen. Hier ein kurzer Überblick & Danke für den Support!
Offener Brief für eine Göttinger Lösung: Für eine Göttinger Lösung! Solidarität mit der selbstorganisierten Flüchtlingsunterstützung in der Oberen Masch 10! Continue reading Jüngste Soli-Erklärungen
DIE LINKE und GöLinke verteidigen die Besetzung des früheren DGB-Gebäudes
Die Äußerungen von Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen
über das alternative Flüchtlingsprojekt OM10 sind geradezu skandalös: Seit der
Besetzung des jahrelang leer stehenden ehemaligen DGB-Gebäudes in der Oberen
Maschstraße in Göttingen haben die Aktivist*innen dort seit Monaten in
bewundernswerter Weise Unterstützungsstrukturen geschaffen, die gerade dort
wichtig sind, wo die öffentlichen Maßnahmen zur Versorgung und Betreuung
durchreisender und hier gestrandeter Menschen nach wie vor versagen. Wer kümmert
sich um diejenigen, die nachts am Bahnhof ankommen, wer hilft ihnen weiter, wer
sorgt für Wärme und Kleidung, vermittelt Informationen? Die unermüdliche Arbeit
der Freiwilligen, die hier selbstverwaltet für ein wenig mehr Menschlichkeit
sorgen und das Notwendige tun, ist nach Ansicht der Partei DIE LINKE und der
Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke weiter zu fördern und zu unterstützen.
Mit der Abwertung dieses Engagements als „Flausen von Gutmenschen“ und mit der
Behauptung Tölles, dass Flüchtlinge in der Altstadt bei Anwohner*innen
unerwünscht seien, bedient der DGB-Bezirksvorsitzende fremdenfeindliche
Vorurteile und Stimmungen, die ansonsten von rechten und rechtsradikalen
Parteien geschürt werden und nicht von den Gewerkschaften, die sich für die
Solidarität zwischen Lohnabhängigen und Geflüchteten einsetzen sollten.
Im Gegensatz zu den Äußerungen von Tölle haben sich neben Gewerkschaften und
Bürger*inneninitiativen auch viele Einzelpersonen von Anfang an für die
Besetzung ausgesprochen; sie begleiten und würdigen die Arbeit des Projekts
weiterhin.
Im Schlepptau der nahezu wöchentlich verschärften Angriffe der schwarzroten
Bundesregierung auf das Asylrecht und der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge soll
die Umnutzung des besetzten Gebäudes nun ganz schnell über die Bühne gehen: Der
Umnutzungsplan des DGB sieht Sozialwohnungen für Studierende und Azubis vor, die
Stadt habe angeblich kein Interesse an der Flüchtlingsunterbringung in diesem
Gebäude. Dieses Vorgehen, bei dem die inzwischen gewachsenen Strukturen der
Initiative OM10 nach Aussage Tölles außen vor bleiben sollen, lehnen wir im
Interesse der Geflüchteten und der Aktivist*innen entschieden ab. Flüchtlinge
sind überall in der Stadt willkommen. DIE LINKE und die Wähler*innengemeinschaft
Göttinger Linke stehen nach wie vor hinter der gelebten Bürger*innenbeteiligung
des Projekts OM10 und fordern alle Menschen, inbesondere alle
Gewerkschafter*innen, zum Protest gegen die vom DGB-Bezirksvorsitzenden
angekündigte Räumung des Gebäudes auf.
DIE LINKE., Kreisverband Göttingen/Osterode
Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke
DIE LINKE., Ortsverband Göttingen
Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Göttingen
Stellungnahme der u35-Gruppe in ver.di-Göttingen zu den Äußerungen Hartmut Tölles
DGB begibt sich in gefährliche Nähe zu AFD
Als Gewerkschafter*innen sind wir entsetzt über die reaktionären
Äußerungen von Hartmut Tölle, dem Vorsitzenden des DGB-Bezirks
Niedersachsen, gegenüber dem Göttinger Tageblatt. Tölle hatte sich gegen
die Besetzung des seit Jahren leerstehenden und in Besitz der DGB-
Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft befindlichen Gebäudes in
der Oberen Maschstraße 10 in Göttingen geäußert. Die praktische
Umsetzung konkreter Verbesserungen der Wohn- und Lebenssituation für
Geflüchtete und andere, die unter der prekären Wohnraumpolitik leiden,
verunglimpft er indem er behauptet, das Engagement der Aktivist*innen
beruhe auf “Gutmenschentum”. Die Forderungen an den DGB, sich als
Eigentümer zumindest finanziell an den Unterhaltskosten zu beteiligen
und somit seinen Teil zu dem emanzipatorischen Projekt beizutragen,
weisst er mit der Floskel ab, die Leute vor Ort hätten lediglich
“Flausen im Kopf”. Es ist traurig genug, dies von einem Gewerkschafter
zu hören, der eigentlich voran gehen sollte, wenn es um die
Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements geht. Rassistische
Ressentiments schürt Tölle zudem mit seiner Behauptung, man müsse auch
mal aussprechen, “dass die Neigung, Flüchtlinge in der Altstadt zu
haben, nicht so ausprägt ist” – eine Form des in rechten Kreisen so
beliebten “das wird man ja nochmal sagen dürfen”. Mit seinen Äußerungen
setzt er in Zeiten der wohl erfolgreichsten rechtsradikalen
Mobilisierung seit 1945 die völlig falschen Signale und gibt dem braunen
Geschrei von AFD, Pegida und co nach. Wir als u35-Gruppe in ver.di
fordern den DGB und Tölle zu einer Stellungnahme auf, um den Dialog mit
den Aktivist*innen in der OM10 zu suchen und einzugestehen, dass diese
mit wenig finanziellen Mitteln und großem Einsatz in kürzester Zeit das
geschafft haben, was der DGB mit seiner Immobilie leider versäumt hat –
nutzbaren Wohnraum zu schaffen! Die von den Besetzer*innen ergriffene
Initiative auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge verdient unsere
Solidarität!
Kein Mensch ist illegal! Refugees Welcome in Göttingens Innenstadt und
überall!
Ver.di-u35 Göttingen
„Our House“ hält an Konzept für solidarisches Zusammenleben fest und warnt vor Beförderung rassistischer Ressentiments
„Our House OM10“ reagiert mit Verwunderung und deutlicher Kritik auf die unqualifizierten Äußerungen des niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle1. Die Initiative, die das ehemalige DGB-Haus nach jahrelangem Leerstand durch eine Besetzung wieder nutzbar gemacht hat, hält an ihrem gelebten Konzept für ein solidarisches Zusammenleben von Geflüchteten und anderen Wohnungssuchenden fest. Zugleich warnen wir den DGB davor, im Konflikt um die Immobilie auf die Mobilisierung rassistischer Ressentiments zu setzen. Continue reading „Our House“ hält an Konzept für solidarisches Zusammenleben fest und warnt vor Beförderung rassistischer Ressentiments
Ausstellung „BallArbeit – Fußball und Migration“ im NullFünf-Fanraum
Noch bis zum 12.2. ist die interessante Ausstellung „BallArbeit – Fußball und Migration“ im NullFünf-Fanraum zu sehen. Der Fanraum befindet sich im Erdgeschoss der Oberen Maschstraße 10, also in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Projekt!

Vortrag Nationalstaat und Kapitalismus
Date: 31-01-2016 20:00
Location: OM10
Description: In diesem Grundlagenvortrag geht es zum einen um die historische Entstehung von Nationen und Nationalstaaten sowie um die verschiedenen Formen von Nationen und Nationenbegriffen (populär-demokratisch vs. völkisch-nationalistisch). Dies wird an prototypischen Beispielen wie Frankreich, Lateinamerika einerseits sowie Deutschland andererseits skizziert. Es wird deutlich werden, dass diese Reinformen entlang der Entwicklung von sozialen Kämpfen räumlich und zeitlich auch oszillieren und zumindest partiell ineinander übergehen können.
Es geht zum anderen um die prinzipielle Wechselwirkung von Nationen mit der ökonomisch-kapitalistischen Substruktur der in Nationalstaaten gespaltenen Weltgesellschaft. Die Virulenz der Nationalstaaten als wirkungsmächtiges Konzept ist nur so richtig zu verstehen. Dies gilt bis heute auch wenn beispielsweise das deutsche „Vaterland“ zum „Standort“ mutiert ist und das postmoderne sozio-kulturelle Muster der metropolitanen Gesellschaften, der Kapitaldynamik einen modifizierten Rahmen steckt.
Der Vortrag richtet sich inklusive aller Begriffserläuterungen gerade auch an Leute ohne Vorkenntnisse.
Filmriss in der OM10
Date: 30-01-2016 19:30
Location: OM10
Description: Nein, hier ist nicht das Phänomen gemeint, dass die ein oder der andere vielleicht von durchzechten Nächten aus dem Juzi, T-Keller oder sonst woher kennt. Filmriss war der Versuch, gemeinschaftlich Filme zu schauen und gemütlich abzuhängen, garniert mit einer Momentaufnahme subjektiver linksradikaler Wahrnemung verpackt in Werbeblöcke, die sich und die Szene aber nicht immer allzu ernst nehmen. Filmriss begann am 06.02.2005 und wurde neun Mal im T-Keller gezeigt. Vorab gab es die Filmriss-Werbeblöcke.
Am Samstag den 30.01. zeigen wir um 19:30 im besetzten Haus OM10 die damaligen Werbeblöcke und als Hauptfilm gibt es das “Das Neue Land”:
Einen Drahtseilakt zwischen Groteske, Melodram und sozialer Fabel vollzieht der schwedische Film, in dem ein Perser und ein junger Somalie auf der Flucht vor der Ausländerpolizei ihr Gastland von seinen hässlichsten Seiten kennen- und allen Widrigkeiten zuim Trotz schließlich lieben lernen.
Neujahrsempfang für UnterstützerInnen
Date: 2016-01-10 11:00
Location: OM10
Description: Liebe Unterstützer*innen,
Ihr habt auf vielfältige Weise dazu beigetragen, dass es Our House OM10 immer noch gibt und dass es täglich weiter wächst. Ihr habt Material und Geld gespendet, Euch öffentlich solidarisch erklärt, Euch mit Eurem Know-How eingebracht und Mut gemacht.
Deshalb seid Ihr herzlich eingeladen zu unserem ersten Neujahrsempfang mit Getränken und Snacks. Wir werden von den aktuellen Entwick-lungen und unseren weiteren Planungen be-richten. Gerne zeigen wir Euch den Stand der Renovierung.
Wir werden in den nächsten Wochen weiter Eure Solidarität brauchen. Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf anregende Gespräche mit Euch.
Kritik an Asylpolitik beim Neujahrsempfang der Stadt nicht erwünscht – Redebeitrag von Our House OM10
Bewohner*innen und Aktivist*innen des besetzten Hauses sind am 5. Januar zum Neujahrsempfang der Stadt Göttingen in die Stadthalle gegangen, um die staatliche, rassistische Asylpolitik zu kritisieren. Nach der Rede des Oberbürgermeisters Köhler ging eine Sprecherin der OM10 ans Mikrofon. Zeitgleich wurde oberhalb des Redner*innen-Pults ein Transparent entrollt mit der Aufschrift „Refugees aren’t the problem – capitalism is. Create humanity instead of exploitation!“ Als die Sprecherin nach einer Kurzvorstellung des besetzten Hauses gerade darauf hinwies, dass Ehrenamtliche nicht unterscheiden, aus welchem Land die Geflüchteten kommen, die Politik aber widerlich in „echte“ und „falsche“ Geflüchtete trennt, wurde ihr das Mikrofon abgedreht. Der Redebeitrag wurde daraufhin als Flugblatt an die Gäste verteilt. Hier ist der Text in voller Länge: Continue reading Kritik an Asylpolitik beim Neujahrsempfang der Stadt nicht erwünscht – Redebeitrag von Our House OM10